Yosemite-Nationalpark

Yosemite Park, 23. August 2014

Den Yosemite Nationalpark  “erfahren” wir im Schnelldurchlauf, eine Art Deja vue der bisher so oft geschauten Bergpanoramen – für uns ohne besonderen Esprit. Die viel beworbenen Wasserfälle sind zu dieser Jahreszeit natürlich nur spärliche Rinnsale, die den hier betriebenen Rummel mehr als fragwürdig erscheinen lassen.

Doch wir besuchen hier das Visitorcenter mit dem Indian-Museum, in dem wir einen Einblick in das Leben der hiesigen Indianer, der Miwok, gewinnen können. Leider ereilte auch sie das gleiche Schicksal aller „Natives“: Sie wurden brutal von ihrem angestammten Grund und Boden vertrieben, ihre Ernten (die Überlebensgrundlage für den Winter) vernichtet und sie fielen den Infektionskrankheiten der Weißen zum Opfer. Am Ende waren die Stämme auf einen erklecklichen Bruchteil reduziert; gezwungen, sich einer völlig neuen Lebensweise anzupassen oder unterzugehen.

Heute haben sich die Miwok von diesem Desaster soweit erholt, so dass ihre Anzahl fast wieder dem alten Niveau entspricht. Einige von ihnen arbeiten als Ranger in dem altvertrauten Umfeld, den heutigen Nationalparks. Sie teilen ihr Wissen über Natur und Handwerk gerne mit den Besuchern und auch ein Flötenspieler zieht mit seinem melodischen, ruhigen Spiel nicht nur uns in seinen Bann.

Mit seiner Musik im Ohr (und auf einer CD) beschließen wir den Tag auf einem stillen Platz im Park.