Camping in den USA

Mit dem Wohnmobil durch die USA

Amerikanische Besonderheiten und persönliche Erfahrungen

 

Die USA mit dem Wohnmobil zu bereisen hat viele Vorteile: Das Land ist generell mit vielen Stellmöglichkeiten und Plätzen auf Campingtouristen eingestellt und man kann unabhängig und frei über Strecke und Zeitraum des Aufenthaltes an den verschiedenen Orten bestimmen.

Gewisse Einschränkungen gibt es in der Hauptsaison und in den entsprechend beliebten Gebieten, die schon mal eine Vorabbuchung notwendig werden lassen.

 

Camper- und Wohnmobiltypen in den USA

Für Europäer ungewohnt sind die auffallend großen Fahrzeuge, sogenannte RV`s - „Recreation Vehicle“. Sie sind manchmal mehr als 10 m lang, eingerichtet mit Ess- und Sitzgruppen wie in normalen Wohnungen, verfügen über komplette High-end-Küchen, Bäder, Waschmaschine und Trockner und – das ist das besondere – können ihre Tanks durch Schlauchverbindungen bei entsprechend eingerichteten Campingplätzen direkt an die Frischwasserzufuhr und an die Kanalisation anschließen.

Am Heck, angehängt mit Spezialkupplungen, findet sich häufig  ein Jeep oder ein anderes Allradfahrzeug, manchmal auch ein PKW.

   

Die Besitzer dieser RVs sind meistens Rentner (Snowbirds genannt), die ihr Haus oder ihre  Wohnung verkauft haben und nun in diesen rollenden Eigenheimen durch das Land ziehen;  im Sommer im Norden der USA, im Winter bevorzugt in Florida und im Süden bzw. Südwesten der Staaten.

Die nächste Gruppe, die man ebenso häufig antrifft, sind die der „Fifth-Wheeler“,  eine Art Auflieger für Pickups. Die Ausstattung und Größe ist ähnlich wie bei den großen Wohnmobilen, jedoch kann der Aufbau abgehängt und der Pickup für Ausflüge genutzt werden.

Für Mobile dieser Größenordnung , die augenscheinlich weit über die Hälfte der mobilen Landschaft ausmachen,  gibt es eine hinreichende Zahl entsprechend eingerichteter Stellplätze, die u.a. im  „Woodalls“- Campingführer ( hrsg. von AAA –dem amerikanischen Pendant zum ADAC ) – gelistet sind. 

Die (privaten) Plätze liegen vorzugsweise direkt neben dem Highway oder im Ort an der Durchgangsstraße. Sie sind mit den notwendigen Anschlussmöglichkeiten an ein entsprechendes Strom-, Wasser- und Abwassersystem versehen und verfügen zudem über sogenannte „Pull-Throughs“, Durchfahrtspuren, die das Einparken vereinfachen. Sitzgruppe und Grill oder Feuerplatz komplettieren den Spot. Das hat natürlich seinen Preis, der häufig bei 30$ beginnt. Preisnachlässe gibt es öfter für Langzeitmieten von einer Woche, einem Monat oder länger.

 

 

 

Die nächste Gruppe ist die der Alkoven-Fahrzeuge, zumeist Mietfahrzeuge, doch auch in Privatbesitz. Im Unterschied zu den europäischen Modellen verfügen auch sie über integrierte Anschlussmöglichkeiten für Frisch- und Abwasser und haben selbstverständlich Mikrowellengeräte, Klimaanlagen und TV-Geräte an Bord. Ähnlich wie die vorgenannten Modelle benötigen sie viel Strom, und so sieht man diese Fahrzeuge vorzugsweise auf den voll ausgestatteten RV-Plätzen, manchmal (leider) auch auf den Plätzen im Nationalforest oder in den Nationalparks. Da in den letztgenannten Parks zumeist die Stromanschlüsse fehlen, wird der Energiebedarf mit Hilfe von Generatoren gedeckt, mit entsprechender Lärmbelästigung.

Fahrzeuge mit „normalen“ Wohnanhängern, Pickups mit Absetzkabine und – besonders in Kalifornien – noch eine ganze Reihe alter VW-Busse, komplettieren das „mobile Wohnen“. Kompaktmodelle auf Mercedes- Sprinter-Basis sind gerade „im Kommen“, speziell bei allein reisenden Paaren. Im Mietbereich werden inzwischen ebenfalls kleinere Campervans angeboten, so z.B. von „Escape-Camper“. Diese verfügen über eine variable Liegefläche, Miniküche und einen kleinen Wassertank.

  
                      selbst gebaut                                                                         Das gibt es auch

Doch auch für die, die mit Zelten unterwegs sind, findet sich überall ein Platz, mal mit, mal ohne Komfort.

 
                                                                                                         ein Lieblingswort vieler US-Gemeinden

Übernachtungsmöglichkeiten

Informationen über Campingplätze fanden wir in „Woodalls“ Campingführer, den man bei „AAA“, dem amerikanischen Partnerclub des ADAC, gratis erhält.

Die in diesem Campingführer (der auch von „Good Sam“ verkauft wird ) genannten Preise sind u. E. insgesamt richtig. Auf Nachfrage konnten wir aber öfters wegen unseres kleinen Campers niedrigere Preise zahlen.

Im Internet  existieren viele Campingführer. Die für uns interessantesten sind:

„Allstays“-eine ausführliche Auflistung von Campingplätzen in den USA und Kanada
www.allstays.com

Freecampsites – listet billige und insbesondere kostenlose Stellplätze auf:
http://freecampsites.net

iOverlander –zeigt für die USA wenige, weltweit aber sehr viele Campingplätze an
http://app.ioverlander.com

 

Positiv überrascht waren wir von der „Ruhe-Regelung“:  Auf nahezu allen Plätzen galten Ruhezeiten zwischen 22.00 Uhr und 8.00 Uhr in der Frühe. Und tatsächlich haben sich die Camper fast ausnahmslos daran gehalten; stehen viele von ihnen doch früh auf, um die Tageszeit vor der großen Hitze zu nutzen. In den Sommermonaten steigen nämlich die Temperaturen, auch in den nördlichen Staaten Montana, Idaho, Oregon, etc., locker über 30°C .

Private Wohnmobilstellplätze (RV-Parks)

Sie sind leicht zu finden, in Orten und auf jeden Fall entlang der Highways und Interstates, manchmal in Hörweite der Eisenbahnlinie (Gratisbeschallung inklusive). Die einzelnen Parkbuchten sind wie üblich mit den Anschlüssen versehen und haben meistens eine Durchfahrspur. Der Abstand zwischen den einzelnen Buchten beträgt aber oft nur 3m und ist in den seltensten Fällen mit einem Sichtschutz begrenzt (keine Privatsphäre). Das übliche Sanitärgebäude verfügt zudem häufig über Räume mit Waschmaschine und Trockner und ab und an über einen Aufenthaltsraum. WiFi in den unterschiedlichsten Qualitäten und ein kleiner Laden komplettieren die Ausstattung.

Für die Ver- und Entsorgung der Wohnmobile, die nicht auf einem Komfortplatz stehen, gibt es eine sogenannte „Dumpstation“, die übrigens auch für europäische Fahrzeuge geeignet ist.

Seltsam empfanden wir,  dass so gut wie nie eine Preisliste am Eingang ausgehängt war. Um das Preis-Rätsel zu lösen, mussten wir zunächst den Schlagbaum passieren, die Platzverwaltung finden, ordnungsgemäß auf dem Besucherparkplatz parken um dann im Büro – erstens nach einem freien Platz und zweitens nach dem Preis zu fragen. Ob einem der zugewiesene Platz dann auch noch gefiel, ist eine andere Sache.

Die Übernachtungspreise sind sehr unterschiedlich, je nach Bundesstaat, Saison, Lage oder auch nur dem persönlichen Dafürhalten des Besitzers. Wir haben im Schnitt zwischen 20,- und 25,- USD bezahlt.

KOA-Plätze haben wir wegen der durchweg hohen Preise gar nicht erst angefahren und auch die Mitgliedskarte von „Good-Sam“  mit ihren Rabatten war für uns persönlich uninteressant, weil wir solche RV-Plätze nur in Ausnahmefällen benutzt haben.

An der Küste Oregons entdeckten wir eine andere Art von RV-Platz, oft ohne sanitäre Anlagen, dafür mit niedrigeren Preisen. Zum großen Teil sind diese Plätze im Sommer mit Dauercampern belegt, halten jedoch einige Plätze für Durchreisende bereit. Diese Plätze haben wir als angenehm empfunden, weil sie überschaubar, ruhig, freundlich und von fast familiärem Charakter waren.

Gratis Übernachten bei Supermärkten und auf Rastplätzen

 „Walmart“ und „Safeway“, ebenso einige Baumarkt- und Kaufhausketten -  erlauben auf ihren Parkplätzen (bis auf wenige Ausnahmen) das Übernachten. Unsere eigenen Erfahrungen beschränken sich auf zwei Nächte am Wochenende beim „Safeway“  in Astoria, Oregon, die uns darin bestätigten, solche Orte nur im Notfall aufzusuchen. Die Supermärkte liegen schließlich fast immer an sehr belebten Straßen, haben rund um die Uhr geöffnet und werden auch entsprechend beliefert.

Raststätten entlang der Interstates – also der amerikanischen Autobahnen – bieten ebenfalls Möglichkeiten zum Übernachten. Manchmal gibt es hier zudem Sanitäreinrichtungen mit Duschen.  Für Reisende auf Langstrecke mit Zeitlimit vielleicht recht praktikabel, für uns jedoch wegen der Lärmbelästigung eher eine Zumutung.

In manchen „Indian-Reservations“ kann man kostenlos auf den großzügigen Parkplätzen der Casinos übernachten, so z.B. beim kalifornischen „Acorn-Casino“ (auf dem Weg zur mex. Grenze).

 

Die „Recreation Aereas“ – die öffentlichen Rastplätze

Darunter versteht man Erholungsgebiete unter nationaler oder bundesstaatlicher Verwaltung, zu finden sowohl in Naturparks, in Orten, Wäldern, an Flüssen und Seen. Sie alle bieten Stellplätze mit Picknickgruppen, Feuerstellen und mindestens „Pit Toiletten“, d.h. Trockentoiletten, die jedoch sehr sauber und geruchsfrei sind.

Allerdings sind diese so wunderbar eingerichteten Plätze nicht selten nur für die Tagesnutzung vorgesehen, worauf eine entsprechende Beschilderung („No Overnight Camping“)  hinweist. Wer trotzdem versucht über Nacht zu bleiben, muss damit rechnen von einem Kontrolleur fortgeschickt zu werden.

Sind diese Plätze jedoch auch für die Nacht freigegeben, dann sind sie zumeist im Preis-, Leistungsverhältnis echte Glückstreffer (0,- bis 12,- USD)

 

Die öffentlichen Campingplätze

Sie werden angeboten in

- Nationalparks
- National Monuments
- National Forests - diese werden, soweit bekannt, von amerikanischen Bundesbehörden betrieben.
- State Parks – das sind Einrichtungen der Bundesstaaten.

 

Diese Campingplätze gehören sowohl von der Lage, als auch von der Anlage her zu den schönsten und großzügigsten Plätzen im Land. Jeder einzelne Stellplatz verfügt über eine meist asphaltierte Fläche für das Fahrzeug, eine Tisch-/Bankgruppe, einen Feuerplatz und einen Grill.

Im Übrigen ist die Ausstattung unterschiedlich und reicht von der einfachsten Variante - nur Pit-Toiletten – über - plus Trinkwasserstellen und Versorgungsstationen für Wohnmobile -  bis hin zu kompletten Sanitärräumen mit Duschen. Diese Einzelheiten erfährt man durch das Info-Material, welches man an den Eingängen oder an der Infotafel am Eingang der Parks bzw. im „National Forest“ erhält.

Zusätzlich bieten Internetportale der genannten Einrichtungen eine Möglichkeit sich vorab zu informieren oder auch eine Reservierung vorzunehmen.

Die Preise lagen meistens bei 10$- oder 12$,  je nach Ausstattung und Lage, in attraktiven Gebieten wie z.B. im Yellowstone-Nationalpark oder am Pazifik – auch schon mal bei 29$.

 


BLM –Ländereien:

Hierbei handelt es sich zumeist um karge Flächen, die weder für die Agrarwirtschaft, für Rancher,  für die Industrie, oder für Privatpersonen von Interesse sind. Sie werden von der Behörde - dem „Bureau für Land Management“ – verwaltet und für die Freizeitgestaltung wie die der Offroad-Liebhaber und der Camper in der Regel gratis zur Verfügung gestellt.

Die BLM- Plätze liegen eher abseits der Hauptstrecken, sind meistens naturbelassen und ohne Infrastruktur, so gut wie nie gekennzeichnet und man erreicht sie oft über unbefestigte, manchmal recht abenteuerliche Strecken. Sie sind vor allem für kleinere Fahrzeuge und Camper geeignet.

Für uns waren sie nicht nur aus diesem Grund ideal, sondern auch weil wir hier fast immer ganz für uns alleine stehen, die Ruhe genießen konnten und niemand die Luft mit unsachgemäßen „Camp-Feuern“ verpestet hat. Aus dem gleichen Grund haben wir im „National Forest“ die ebenfalls freien Stellmöglichkeiten vorgezogen.

 

                freier Platz auf BLM – Land                                               noch ein voll belegter Platz
   

          im NP „Crater oft he Moon“                                                      BLM – Land bei Tucson

    

                    Wildes Stelldichein

 

                                 Das gibt es auch: Diese Plätze sind reserviert für Camper mit Pferden

 

Im Staat Washington in der Nähe des Olympic National Park entdeckten wir eine merkwürdige Art von Campingplatz: Laut Info-Tafel am Eingang sollte er nur mit einer Art „Explorer Pass“ benutzt werden, den man in Fischeierzubehörläden oder auch bei „Walmart“ hätte kaufen können. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man als Tourist am Abend auf einem solch abgelegenen Platz eintrifft, besagte Läden viele Kilometer entfernt sind und ein solcher Pass ohnehin nur in dieser Region gilt.

                   auf der Utah 12                                                                                       bei der Utah 24

        am Gooseneck beim Monument Valley                                      freies Übernachten (Boondocking)

                          auf BLM-Land                                                         in einem State Park in New Mexico

 

                    Joshua Tree Nationalpark                                                       City of the Rocks, New Mexico                                    

Aufgrund ihrer speziellen Lage ist auf den staatlichen Campingplätzen normalerweise kein Komfort in Form von Strom- und stellplatzeigenen Wasseranschlüssen vorhanden (bis auf wenige Ausnahmen). Häufig gibt es weder ein Netz für das Mobiltelefon oder den Radioempfang. Dafür bieten sie aber Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten mit viel Ruhe in grandioser Natur.  

An der Pazifik-Küste war die Situation allerdings etwas anders. Dort waren die staatlichen Plätze sehr groß, teilweise sogar geradezu gigantisch, die einzelnen Stellplätze hingegen sehr knapp bemessen, so dass der Nachbar gerade mal einen Meter neben unserem Fahrzeug saß. Zudem nahm jeder sein Recht auf das eigene Camp-Feuer wahr und so verwandelte sich der gesamte Park in eine einzige „Räucherlandschaft“. Das waren unsere persönlichen „worst cases“, nach denen wir sogar den „Walmart“- Parkplatz vorgezogen hätten.

Eine Campingplatzverwaltung gibt es eigentlich nicht, aber häufig übernehmen sogenannte „Camphosts“ diese Funktion: Hierbei handelt es sich um Rentner, die mit ihrem eigenen großen Wohnmobil am Eingang  der Campingplätze zu finden sind. Gegen eine geringfügige Aufwandsentschädigung oder auch nur für kostenfreies Stehen verbringen sie die Sommermonate in diesen Parks und sind für dessen Pflege und für die Einhaltung der Ordnung zuständig und zugleich Ansprechpartner für die Gäste. Häufig übernehmen sie auch die Zahlungsmodalitäten; wenn nicht so geschieht dies folgendermaßen:

Am Eingang der Campingplätze befindet sich eine Informationstafel zur Aufteilung des Platzes und zu den Kosten für die Nacht bzw. für die Tagesnutzung. In einem Kasten liegen Briefumschläge bereit, die dann wie folgt ausgefüllt werden: Name, Wohnort, Herkunftsland, Autonummer, Zahl der Personen. Anschließend muss man den Beleg für das Fahrzeug abtrennen,  die entsprechenden Dollarnoten in den Umschlag und diesen in die nebenstehende Registriersäule stecken. Kontrolliert wird das Ganze spätestens bis zum frühen Morgen vom Camp-Host oder vom Ranger.  

 

Nachfüllen von deutschen Gasflaschen

Im Unterschied zu den europäischen Hochdruckflaschen sind die amerikanischen Flaschen nur für mittleren Druck geeignet und haben dementsprechend ein Überdruckventil. Angeblich gibt es nun ein Gesetz in den Staaten, dass das Befüllen einer Gasflasche ohne Überdruckventil verbietet; zumindest weigerten sich Tankstellenbetreiber eher mit dieser Begründung. Doch an den professionellen Gasstationen hatten wir nie Probleme unsere deutschen Flaschen füllen zu lassen. Voraussetzung ist ein mitgeführter Adapter, der für diesen Zweck aufgeschraubt wird.

Ein Propangashändler rechnete die benötigte Menge Propangas um: 5kg =2 ½ fluid Gallons. So konnten wir bei den nächsten Gelegenheiten gleich die richtige Gallonenmenge ordern.

 

Trinkwasser nachfüllen

Die „erste Adresse“ hierfür sind normalerweise die „Dump-Stationen“, die nicht nur auf den RV-Plätzen und Campgrounds zu finden sind, sondern manchmal auch in Ortschaften, bei Picknickplätzen oder an Tankstellen. Letztere haben uns auch ohne Dumpstation öfter mit Wasser versorgt. In wieweit der relativ kleine Tank (120 l) unseres Campers hierfür von Vorteil war, können wir nicht abschätzen.

Die Wasserhähne auf den einfachen Campingplätzen haben oft keine Anschlussmöglichkeit für einen Schlauch. Manchmal muss das Wasser sogar auf alte Art „von Hand“ gepumpt werden. In diesen Fällen haben wir uns mit einem Faltkanister beholfen, den Frischwassertank aufzufüllen.

 

Stromversorgung

Für die Stromversorgung ihres Wohnmobils benötigen europäische Camper einen Transformator von  110 auf 120 Volt und einen Adapter für den Stecker. Die Leistungsstärke das Trafos hängt vom Strombedarf des Fahrzeugs ab. Unserem Eindruck zufolge sind die Transformatoren in den USA weitaus billiger als in Deutschland.

 

Schlussbetrachtung

Mit einem europäischen Camper in den USA unterwegs zu sein, empfanden wir als sehr entspannend, weil wir bei dem riesigen Angebot sehr sicher sein konnten, stets irgendwo einen Schlafplatz zu finden. Wir konnten die Tanks unseres  Fahrzeugs immer ver- und entsorgen und waren aufgrund der geringen Aufbaumaße sehr flexibel bei der Suche nach individuellen Übernachtungsplätzen. Die Stromversorgung unserer Bordbatterien durch die Solarzellen auf dem Dach ergänzte diese Freiheit.

So haben wir ab der zweiten Hälfte der Reiseetappe in den USA überwiegend frei gestanden oder ab und an auf Campingplätzen in den Nationalparks und  im „Nationalforest“, die weniger frequentiert waren. Hauptgrund hierfür war, wie schon erwähnt, unsere Vorliebe für einsame, ruhige Plätze, auf denen die Luft mehr Sauerstoff als Kohlenmonoxid enthält. Bei der Suche nach freien Plätzen haben wir darauf geachtet, private Grundstücke (die hier schon mal tausend Hektar umfassen können), zu umgehen. Fündig wurden wir fast immer auf BLM-Land oder im National-Forest.

In North Dakota entdeckten wir sogar kostenfreie Wohnmobilstellplätze, die wir in der Form in den anderen Bundesstaaten nicht gesehen haben. Aber: Wer reist auch schon nach North Dakota, oder?