Devils Towers

Devils Tower, Wyoming , 9. Juni 2014

Wir überqueren die Staatsgrenze zu Wyoming und besuchen gleich mal das Visitorcenter. Hier dokumentiert eine Ausstellung die Geschichte des Landes, die vornehmlich mit der Zeit der Besiedelung durch europäische Immigranten beginnt. Gepackte Planwagen und Treckrouten beschreiben die Anfänge der Besiedelung bis in die Gegenwart und Audiovisionen erzählen von geologischen und botanischen Besonderheiten. Und in einer anderen Präsentation stellt sich Wyoming  als eines der beliebtesten Länder für Drehorte in der Western- und SciFi-Filmbranche vor.

Gut ausgerüstet mit Karten und weiterem Infomaterial setzen wir unsere Reise nach Westen fort und landen am Abend im NP am „Devils Tower“;  Hierbei handelt es sich um ein vulkanisches Überbleibsel, welches weithin sichtbar im Lande seit Jahrtausenden Wind und Wetter trotzt. Für die Indianer war und ist es gerade im Monat Juni ein mystisches Zentrum; Kletterfreudige Touristen tragen dem Rechnung, in dem sie diesen Monat bewusst für ihre Aktivitäten aussparen.

 

Unweit des Felsens liegt ein kleiner Campground, der von Rangern geleitet wird und die am Abend Vorträge zu verschiedenen Themen rings um Flora und Fauna anbieten. Eine Besonderheit an diesem Ort ist der kleine Hügel unmittelbar am Weg, in welchem die „Präriedogs“ (Murmeltierfamilie) ihre Stadt gegründet haben. Jedes Mal wenn ein Mensch den Weg betritt, ertönt ein Alarmruf des Wächtertieres, der die schwächeren Tiere zur Flucht in die Burg bewegen soll. Dem kommen die Kleinen meistens auch nach, nur um nach kurzer Zeit wieder ihre Köpfchen rauszustecken und zu schauen, was es denn nun Aufregendes gibt. Die Neugier ist natürlich auch bei den Menschen da und so sieht man denn immer wieder Zweibeiner und Vierbeiner (auf zwei Beinen stehende Präriedogs) sich äußerst interessiert und fasziniert beäugen. Auch wir haben uns dieses Vergnügen nicht nehmen lassen.

 

 

 

 

 

Die Stellplätze hier sind übrigens so angeordnet wie früher in der Wagenburg. Eine große Wiese bleibt in der Mitte frei und am Abend sieht man ringsum an den installierten Sitzgruppen die Lagerfeuer brennen. Es geht alles sehr friedlich zu, niemand spielt laute Musik oder lärmt anderweitig rum und fast pünktlich um zehn herrscht Ruhe. Dafür sind die meisten Camper allerdings auch schon recht früh - manchmal um 6 Uhr – wieder aus den Federn und bereit für eine Wanderung, Exkursion mit den Rangern oder einfach nur für die nächste Tagesetappe.

Auch uns tut der Platz einfach gut und wir bleiben noch ein wenig länger, genießen die Western-Atmosphäre und sortieren uns und unsere Angelegenheiten.