Mount Rushmore

Mount Rushmore, 9. Juni 2014

Heute besuchen wir Mount Rushmore, ein in Fels geschlagenes Denkmal für vier frühere US-Präsidenten. Hitchcock-Fans erinnern sich vielleicht an die spektakuläre Verfolgungsszene aus dem Film „Der unsichtbare Dritte“, die oberhalb der Köpfe stattfand. Nicht zuletzt auch diesem Film hatte das Monument seine Popularität zu verdanken.

 


 

 

 

 

 

 

 

Interessanter als das Denkmal selber erscheint uns allerdings dessen Präsentation: Gleich einer antiken Tempelanlage betritt man durch einen hohen, gemauerten Torbogen eine Säulenallee, die den Blick auf den „Hochaltar“ mit den Präsidentenköpfen freigibt. Ein nicht endend wollender Strom von Menschen pilgert hier in Richtung der Hauptattraktion und stoppt nur mal kurz zwischendurch an einer der Säulen, die den jeweiligen Bundesstaat und dessen Fahne symbolisieren.

Am Fuße des Monuments ist der Weg vorgegeben. Stege und Stufen führen über die natürliche Felslandschaft und halten die Menschen auf Abstand zu George und Co. Es ist wohl wie im wahren Leben: Die Regierung bleibt unberührt und über alles erhaben. Wer sich darüber hinwegtrösten möchte, kann dies mit einer Fülle an Merchandisingprodukten und Zuckerwaren tun, die am Ausgang angeboten werden.

Auch wenn wir die Hintergründe kennen- und verstehen gelernt haben, bleibt uns der Hype und die meist unkritische Haltung gegenüber Regierenden hier im Lande reichlich suspekt. Also genießen wir einfach das bunte Treiben, die großartige Landschaft, den Sonnenschein und schauen mal genauer hin, ob Cary Grant nicht doch noch dort oben herumturnt.