Munising - Washburn

 29. Mai 2014  -  Von Munising bis Washburn  -  420km

In der Nacht kühlte es in Munising ab bis auf 4 Grad über Null. Aber darauf hatten wir uns ja vorbereitet und so war diese Erfahrung nach den bisher eher sommerlichen Temperaturen nun eine interessante Abwechslung, zumal dieses Eisschollenszenario wohl auch für diese Region zumindest nicht in dieser Zeit der Normalfall zu sein scheint. Fakt ist: Wir haben es genossen.

Und so ging es noch eine ganze Weile weiter am Lake Superior. Immer wieder eröffnete sich ein anderer, großartiger Blick auf den See und wir kamen nicht umhin, noch einige Male zu stoppen.

Am späten Nachmittag erreichten wir kurz vor Duluth eine Halbinsel, auf der mal wieder unser CP-Abenteuer begann. Gustav hatte hier einen Übernachtungsplatz in einem Nationalpark gefunden und so versuchten wir der Wegbeschreibung zu folgen: Da ging es also erst einmal eine halbe Stunde abseits vom Highway auf einspuriger Straße durch Agrarland, ohne dass ein weiterer Hinweis zu sehen gewesen wäre. Dann geht es im Wald weiter, immer noch schnurgeradeaus. Nach einer halben Stunde reicht es uns und wir überlegen umzukehren, glauben irgendwo im Nirgendwo etwas übersehen zu haben. Doch auf einmal ist da ein Schild mit dem Hinweis  „Campground“.

Nach wenigen hundert Metern finden wir uns auf einem Parkplatz mitten im Wald wieder. Doch von einem Campingplatz im üblichen Sinn keine Spur. Nur  ein nettes  „No Overnight“ und dass dieses Gelände gegen Abend geschlossen wird. Neben uns parkt ein einzelner PKW; die zwei Frauen, die kurz darauf zu ihm zurückkommen, erklären uns, dass es sich hier um einen Picknickplatz handelt und der Campingplatz, den wir suchen, ein Stück weiter im Forst liegt. Die beiden sind so nett und fahren bis zur besagten Kreuzung vor uns her. Ja und dann wird’s mulmig: Vor uns liegt eine staubige Sandpiste, und mit Sand dieser Art haben wir schon so unsere spezielle Erfahrung gemacht. Wir befinden uns, wie gesagt, mitten im Wald, und kein Mensch weit und breit. Aber Gustav wagt es trotzdem. Kann ja nicht so schlimm sein, wenn das ein offizieller CP ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Blaubär wird ordentlich durchgerüttelt, macht die Piste doch ihrem Namen alle Ehre. Wir hinterlassen eine beeindruckende Staubwolke und überpuderte Büsche am Wegesrand. Es geht immer noch geradeaus. Eine knappe halbe Stunde später reicht es uns. Wieder kein Schild zu sehen und für uns keinerlei Sicherheit, auf dem rechten Weg zu sein. Einen Kilometer weiter findet sich eine Möglichkeit das Fahrzeug zu wenden Nun geht es die ganze Strecke zurück bis zum Highway.  Nach weiteren etwa 20 km erreichen wir Washburn und finden hier nun ganz einfach einen netten CP direkt am Ortsrand, auch im Wald und – immer noch – am Lake Superior.