Lettland - Riga und Naturpark Gauja

 

Durch die für die Ostsee so typische Hügellandschaft geht es weiter nach Riga. Es ist Wochenende und wir sind sehr froh, auf dem gut besuchten und sehr zentral gelegenen Campingplatz auch für uns noch ein Fleckchen zu bekommen.

Neben uns campiert ein Australier (Mike) mit lettischen Wurzeln in seinem Mietwagen. Schnell kommen wir mit ihm ins Gespräch und erfahren, dass er extra anlässlich des traditionellen Sängerfestes aus Down Under angereist ist. Dieses Festival findet alle fünf Jahre unter Teilnahme von über 20 000 Teilnehmern statt und war gerade während der Zeit der russischen Besetzung überaus bedeutsam für den Erhalt der kulturellen Identität. Mehr dazu  u.a. hier :

 

https://www.latvia.eu/de/culture/song-celebration

http://www.viabaltica.de/saengerfest-riga

 

Etwas später rücken wir noch ein wenig zusammen, um einem Paar aus der Schweiz noch einen Platz zu bieten. Die zwei sind darüber so glücklich, dass sie kurz darauf mit einem Whisky zu uns in den Master kommen. Nun mehr zu fünft auf so engem Raum, befinden wir uns schnell vertieft im Gespräch - nicht nur über unser woher und wohin, sondern wir lernen gerade durch Mike einiges über unser Gastland, bzw. über dessen berührende Geschichte.

 

Am nächsten Morgen "satteln" wir unsere Falträder und radeln in die Altstadt. Hier ist zur Zeit die internationale Buddybaer-Ausstellung und wir sehen uns dementsprechend einer Menge bunt bemalter Bären gegenüber:

Ein Geschenk von der Hansestadt Bremen an die Hansestadt Riga; wenn auch nicht ganz so bekannt, so erfreuen sie sich doch auch hier großer Beliebtheit.

 

 

Zum Abschluss besuchen wir noch die Russisch-Orthodoxe Kathedrale von Riga. Da wir beide mit den Fahrrädern unterwegs sind, bleibt Gustav zunächst vor dem Eingang während ich die wunderschön gestalteten Innenräume bestaune. Dem absoluten Fotoverbot zufolge, habe ich keine Aufnahmen und kann nur jedem Interessenten vor Ort eine eindeutige Besuchsempfehlung aussprechen.

Inzwischen hat sich der Himmel nicht nur bezogen, sondern es schüttet"wie aus Kübeln". Die Straßen sind wie leergefegt, Fahrzeuge stoppen am Rand, die Kanalisation läuft über und in der Kathedrale blockiert der Touristenstrom für eine knappe Viertelstunde den Ausgang.

Wenig später ist der "Spuk" vorbei und wir erreichen den Campingplatz im schönsten Sonnenschein. Nur die vielen nassen Gestalten, die wie wir in der Stadt waren erinnern an den gewaltigen Platzregen.

 

 

Am nächsten Tag reisen wir weiter nordwärts. Eine kleine Pause in Cesu:

 

 

 

Ein kurzer Stop bei der Burg Turaida....

 

....über eine 30 km lange Piste in den Gauja Naturpark